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AG JUNGE PFLEGE

REGION NORDWEST

Dienstag, 07.05.2019

Positionspapier: "Mitmachen: Stärkung der Pflegeberufekammern!"

Positionspapier: "Mitmachen: Stärkung der Pflegeberufekammern!"

(NORDWEST) Wir wollen unser zukünftiges Arbeitsleben selbstständig gestalten und die Verantwortung für unsere beruflichen Rahmenbedingungen endlich selber tragen! Dafür bedarf es unter anderem einer berufsständischen Vertretung durch Pflegeberufekammern. ...

Wir gestalten!

Wir sind für die unabhängige Selbstverwaltung der professionellen Pflegeberufe und fordern ein demokratisches Instrument zur berufspolitischen Mitgestaltung. In allen pflegerischen Versorgungsbereichen sind Verbesserungen der Rahmenbedingungen zwingend erforderlich, um eine qualitativ hochwertige Pflege für die Bevölkerung gewährleisten zu können. Solche Bestrebungen sind längst überfällig und zum jetzigen Zeitpunkt lassen die Arbeitsbedingungen eine angemessene pflegerische Versorgung nicht zu. Mit der Pflegeberufekammer erhalten wir erstmalig die Möglichkeit, partizipativ Entscheidungen mitgestalten zu können. Lange genug war die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen fremdbestimmt. Wir brauchen endlich eine einheitliche Stimme aller Pflegenden!

Eine Berufekammer ist eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und übernimmt relevante Aufgaben für den Staat. Das oberste Ziel der Pflegeberufekammer ist die Sicherstellung einer fachgerechten und professionellen Pflege für die Bevölkerung. Zudem ist sie zentrale Ansprechpartnerin und Interessensvertretung in der Politik sowie der Öffentlichkeit. Kammervertreter/innen entstammen der pflegerischen Berufsgruppe(n) und werden demokratisch von den Kammermitgliedern gewählt. Für die Wahl kann sich jede Pflegefachperson aufstellen lassen und jeder ist wahlberechtigt. Dadurch erhalten wir demokratisch gewählte Repräsentant/innen, welche unsere beruflichen Belange fachgerecht vertreten können. Die Pflegeberufekammern führen ein Beruferegister, in dem alle beruflich Pflegenden erfasst werden. Berufsständische Interessen werden zentral gebündelt und die Pflegeberufekammer bietet kompetente Beratungsangebote für Berufsangehörige bei juristischen, ethischen, fachlichen und berufspolitischen Fragen. Die Kammer wirkt fachlich bei Gesetzgebungsverfahren mit, erlässt eine Berufsordnung, gibt Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung der pflegerischen Ausbildung und trifft Regelungen über Fort- und Weiterbildungen. Das ist wichtig!

In Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden bereits Pflegeberufekammern errichtet. Dies sind Meilensteine für die Professionalisierung der Pflege. Ende 2018 sprachen sich 79% der Befragten für eine Pflegeberufekammer in Nordrhein-Westfalen aus. Das zeigt, dass sich auch die Mehrheit der Pflegenden in NRW eine Vertretung durch eine Landespflegeberufekammer wünscht. Eine Pflegeberufekammer erfordert zur Gewährleistung guter Pflege und der hierfür nötigen Stärkung der Pflegeberufe einen verpflichtenden Zusammenschluss aller Pflegenden, damit die Kammer die Interessen aller Berufsangehörigen auf Länderebene demokratisch vertreten kann.

In Niedersachsen konnte kurz nach Versand der Beitragsbescheide eine starke Gegenwehr von Pflegenden beobachtet werden. Die Pflichtmitgliedschaft und Beitragsordnung wurden initial teilweise abgelehnt, weshalb viele Pflegefachpersonen mit einer Petition gegen die Pflegeberufekammer in Niedersachsen reagierten und teilweise sogar eine durchgestrichene Kopie ihrer Examensurkunden an das Ministerium sandten. Wir sind der Meinung, dass das falsch ist! Wir müssen jetzt die Möglichkeiten ergreifen, um zukünftige Entscheidungen über unseren Beruf selber treffen zu können. Wir sehen die Mitgliedsbeiträge als eine notwendige Aufwendung, um dieses Ziel gemeinsam und unabhängig zu erreichen. Anstatt uns von fremden Interessen spalten zu lassen, sollten wir gemeinschaftlich die bereits bestehenden und zukünftigen Pflegeberufekammern unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben ihre Funktion zu erfüllen. Veränderungsprozesse brauchen Zeit, weshalb wir verfrühte Evaluationen ablehnen. Veränderungsprozesse können zudem nicht allein gestaltet werden. Eine Pflegeberufekammer kann zwar einige, jedoch nicht alle Aufgaben übernehmen, die für eine spürbare Verbesserung der Rahmenbedingungen notwendig wären. Deshalb sprechen wir uns für einen Dreiklang zwischen Kammern, Berufsverbänden und Gewerkschaften aus, um die Zukunft der Pflege und der Pflegenden nachhaltig zu verbessern.

Wir, die AG Junge Pflege des DBfK Nordwest, befürworten aufgrund der oben aufgeführten Argumentation die Errichtung der Landespflegeberufekammern und der Bundespflegeberufekammer. Wir erleben dynamische Veränderungen und wissen, dass wir all unsere Energie in die Mit- und Ausgestaltung der bestehenden und kommenden Pflegeberufekammern stecken müssen.

Also nicht wettern, sondern mitmachen und zusammen verändern!

Eure AG Junge Pflege im DBfK Nordwest e.V. im Mai 2019

(1) AOK-Verlag: Errichtung von Pflegekammern in den einzelnen Bundesländern. https://www.aok-verlag.info/de/news/Errichtung-von-Pflegekammern-in-den-einzelnen-Bundeslaendern/28/ [10.01.2019; 15.01.2019]
(2) Ver.di: ver.di Position zu Pflegekammern. https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/pflegekammern/++co++edadb76c-bd59-11e6-baad-525400ed87ba [02.08.2018; 15.01.2019]
(3) Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: Interessenvertretung Pflege. https://www.mags.nrw/interessenvertretung-pflege [15.01.2019]
(4) INFO GmbH Markt- und Meinungsforschung: Interessenvertretung der Pflege in NRW. https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/nrw-pflegekammer_ergebnisbericht.pdf [2018; 16.01.2019]
(5) INFO GmbH Markt- und Meinungsforschung: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung zur Errichtung einer Pflegekammer in Hamburg. https://www.hamburg.de/contentblob/4272292/37918fa032999268583298b747e601c0/data/abschlussbericht-befragung.pdf [2014; 16.01.2019]


Hier geht es zum  Positionspapier "Mitmachen: "Stärkung der Pflegeberufekammern!" als PDF

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