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AG JUNGE PFLEGE

REGION NORDWEST

Montag, 03.07.2017

INTERVIEW: "Junge Pflege Preis setzte Impuls für Folgebefragung"

INTERVIEW: "Junge Pflege Preis setzte Impuls für Folgebefragung"

(NORDWEST) Ausgehend von dem Beitrag des PSZ Goslar zum Junge Pflege Preis 2017, startet Pflegedirektorin Susanne Graudenz eine Folgebefragung zum Thema "Waschen ohne Wasser?"

"Was kann ein Junge Pflege Preis - Beitrag auslösen?" - Ein Beispiel aus Goslar.


Schwark: Liebe Frau Graudenz, Sie sind Pflegedirektorin der Asklepios Harzkliniken Goslar, Bad Harzburg und Clausthal-Zellerfeld. Am 28. Juni 2017 berichteten wir auf www.junge-pflege.de über den Besuch der Niedersächsischen Gesundheitsministerin Cornelia Rundt im Pflegeschulzentrum Goslar, wobei auch Sie anwesend waren. Zusammen mit Lehrerin Beata Boronczyk und Schülerin Laura Vosskötter, empfingen Sie Glückwünsche zum zweiten Platz beim Junge Pflege Preis 2017. - Was hatten Sie mit der Entstehung des Wettbewerbbeitrags zu tun?

Graudenz: Das Pflegeschulzentrum Goslar bildet unter unserer Trägerschaft seit 10 Jahren unsere Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege aus. In dieser Zusammenarbeit haben wir bereits viele Projekte miteinander durchgeführt, Frau Boronczyk kam  im Frühjahr 2017 mit ihrer Projektgruppe zu mir und bat um meine Unterstützung bei der Datenerhebung für das Projekt Waschen ohne Wasser in unseren Kliniken. Nach der Projektvorstellung war ich sofort überzeugt, dass wir mit dieser Untersuchung ein innovatives Projekt unterstützen müssen, welche neue Perspektiven in der Pflege untersucht. Wir haben dann die Umsetzung geplant und einige Rahmenbedingungen angepasst.

Schwark: Der Titel des Junge Pflege Preises 2017 „Evidence-based Nursing – Mission impossible Deutschland?“ sollte dazu motivieren, Entwicklungen der pflegerischen Versorgung zu hinterfragen oder aufzuzeigen. War es für Sie problematisch, dass SchülerInnen in Ihrem Haus gehandhabte Pflegepraxis kritisch hinterfragt haben?
 
Graudenz: Nein, überhaupt nicht. Ich erlebe es oft im Austausch mit unseren Mitarbeitern, dass durch jahrelange Erfahrung  und den Arbeitsalltag die Reflexion des Pflegehandelns mitunter zu kurz kommt. Wir müssen unter den Rahmenbedingungen, welche durch knappe Ressourcen einerseits und Fachkräftemangel anderseits geprägt ist, prüfen, was die Arbeit der Pflegenden erleichtern und optimieren kann. Da sind neue Methoden herzlich willkommen und regt auch unsere Mitarbeitenden an, über das, was sie täglich tun nachzudenken und neue Wege für eine hochwertige Pflege zu beschreiten.
 
Schwark: Wie bewerten Sie die Ergebnisse der SchülerInnen für Ihre Arbeitspraxis? Nutzen Sie die Ergebnisse?
 
Graudenz: Auf jeden Fall nutzen wir die Ergebnisse. Ich habe die Erkenntnisse zuerst in unserer Krankenhausleitung vorgestellt und eine Fortführung konzipiert. Unsere Geschäftsführerin Frau Adelheid May und unser Ärztlicher Direktor Herr Professor Jörn Heine waren sofort von den Ergebnissen begeistert und unterstützen das weitere Vorgehen. Wir haben im Moment in einer dreiwöchigen Untersuchung die Befragung aller Patientinnen und Patienten, welche eine Körperpflege erhalten sowie unsere Mitarbeitenden, welche die Körperpflege durchführen unter der traditionellen Körperpflege gestartet. In zwei Wochen stellen wir auf die neue Pflegemethode Waschen ohne Wasser um und untersuchen dann verschiedene Aspekte in der gleichen Weise. Die Fragen stützen sich auf die Arbeit unserer Auszubildenden. Am Ende der Untersuchung werten wir die Ergebnisse aus und stellen sie im Asklepios-Konzern vor, um eine Übertragbarkeit auf andere Einrichtungen zu prüfen. Sie sehen, wie ernst wir die Arbeit unserer Auszubilden nehmen und damit auch die Wertschätzung zum Ausdruck bringen für das besondere Engagement unserer Auszubildenden.
 
Schwark: Welche Rolle spielte die Ausschreibung des Junge Pflege Preises 2017 der AG Junge Pflege Nordwest für die Projektentwicklung?
 
Graudenz: Diese Ausschreibung war natürlich der elementare Anstoß für die Arbeit! Ohne diesen Impuls wäre die Arbeit unter Umstände gar nicht möglich gewesen.
 
Schwark: Vielen Dank für Ihre Antworten! Wir freuen uns in diesem Prozess auf dem Laufenden zu bleiben und sind stolz darauf, mit der Ausschreibung des Junge Pflege Preises 2017 einen Impuls für dieses Projekt gesetzt zu haben. Es ist schön zu sehen, dass Ihre Kliniken das Denken solcher Veränderungsprozesse auch für SchülerInnen ermöglicht und, dass das Vertrauen sich zu lohnen scheint!


Im Gespräch:
Susanne Graudenz: Pflegedirektorin, Asklepios Harzkliniken GmbH
Stefan Schwark: Betreuung der AG Junge Pflege Nordwest und Referent für Pflege im Krankenhaus, DBfK Nordwest e.V.


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