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AG JUNGE PFLEGE

REGION NORDWEST

Mittwoch, 21.09.2016

AG Junge Pflege Nordwest zum Welt-Alzheimertag am 21. September 2016

(NORDWEST) Heute ist Welt-Alzheimertag. Anlässlich dessen findet seit dem 19. September eine "Woche der Demenz" mit zahlreichen Informationsveranstaltungen statt. Wir, die AG Junge Pflege im DBfK Nordwest, möchten ebenfalls den Tag nutzen, um das Thema aufzugreifen.

Demenz ist ein Oberbegriff für viele unterschiedliche Erkrankungen, die unter anderem Morbus Alzheimer einschließt. Sie kann jeden und in jedem Alter treffen. Der neueste wissenschaftliche Stand geht davon aus, dass Eiweißablagerungen im Gehirn die Ursache dafür sind. Oft werden die Symptome erst spät erkannt und einer Demenz zugeschrieben. Mit Fortschreiten der Krankheit fallen folgende Symptome auf: Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit, Störung des Denk- und Urteilvermögens, Sprachstörung und Veränderung der Persönlichkeit. 

In einem Beitrag von Prof. Dr. med. Füsgen in einem Dokumentationsband vom "Zukunftsforum Demenz" heißt es, dass die Zahl der Betroffenen sich in den nächsten 15 Jahren verdoppeln könnte. (Stand 2011) Die Pflege von Menschen mit Demenz ist sehr speziell – sowohl für Angehörige als für professionell Pflegende. Die Verhaltensauffälligkeiten der Erkrankten fordern die Pflegenden heraus. Oft werden die Betroffenen fehlerhaft betreut (Medikation zur Ruhigstellung, Fixierung). Um sie richtig zu behandeln und zu pflegen, benötigt man spezielles Wissen. Angehörige erhalten dieses z.B. über Pflegestützpunkte, Internetseiten, Veranstaltungen oder durch Beratung von Pflegefachpersonen. Pflegefachpersonen bekommen ihr Erstwissen in der Ausbildung vermittelt, welches sie durch Fort- und Weiterbildungen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft halten sollten.

Zurzeit lernen Alten- und Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegende getrennt voneinander. Doch die Zukunft sieht etwas anderes vor: Mit dem Pflegeberufsgesetz  sollen die drei Berufe zu einem vereint werden. Die Inhalte werden dann gemeinsam gelernt. Daraus ergeben sich für die künftigen Pflegefachpersonen neue Perspektiven. Demenz ist dabei nur ein Beispiel, wie wichtig die Schaffung des neuen Pflegeberufes ist. Aufgrund des demografischen Wandels und der daraus resultierenden Zunahme chronischer Erkrankungen müssen Pflegenden in allen Versorgungsbereichen Kenntnisse im Umgang mit der Erkrankung und den Betroffenen sowie deren Angehörigen haben, egal ob im Krankenhausbereich oder in der stationären und ambulanten Altenpflege. 
In Zukunft können wir uns keine Trennung der Pflegeberufe mehr leisten, da wir sonst den Herausforderungen nicht mit der notwendigen pflegerischen Versorgungsqualität entgegentreten können. Doch das ist nicht unser Anspruch!

Abschließend möchten wir noch ein paar Beispiele aufführen, die sich besonders mit der Versorgung von Menschen mit Demenz befassen:

In der psychiatrischen Klinik Osnabrück gibt es ein Erinnerungszimmer, in dem sich die Patienten treffen können. Die Einrichtung ist den 1950er Jahren nachgebaut und man findet dort Gegenstände aus dieser Zeit, wie z.B. eine Kaffeemühle, Fußballzeitschriften, Geschirr mit Goldrand. Ziel ist es, die Betroffenen in eine Lebenswelt eintauchen zu lassen, in der sie sich erinnern und geborgen fühlen und ein Stück Selbstbewusstsein erlangen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein gemeinsames Projekt mit Jung und Alt. Lars Krychowski, Mitglied im BUNDjugend Neubrandenburg, versucht mit seinen Mitstreitern Schülerinnen und Schülern den Pflegeberuf und vor allem den Umgang mit Menschen mit Demenz näher zu bringen. "Voneinander lernen" ist die Devise. Dabei wird den jungen Menschen bspw. gezeigt, welche Lebensmittel aus der Region kommen und was man daraus zubereiten kann. Dies geschieht gemeinsam mit älteren Leuten.

Das Thema Demenz war auch Inhalt einer Projektarbeit im Rahmen des Junge Pflege Preises 2016, dessen Preisverleihung jährlich beim Junge Pflege Kongress der AG Junge Pflege Nordwest stattfindet. Das Motto des Wettbewerbs 2016 lautete "Ich esse, also bin ich …" Einer Schülergruppe aus Bremen war es wichtig zu zeigen, welche Bedeutung die Ernährung bei Menschen mit Demenz hat. Die Betroffenen haben weniger Appetit, sind von großen Mahlzeiten überfordert und laufen oft umher. Somit kam die Idee, ihnen Häppchen bereitzustellen, die sie bei Appetit und im Vorbeigehen essen können. Daraus entwickelten sie das Rezeptbuch "Heimat in Häppchen".

Quellen:

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