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Dienstag, 11.04.2017

Ausbildungsreform: nun doch!

Ausbildungsreform: nun doch!

(DBfK) Pressemeldung des DBfK zur Reform der Pflegeausbildung. Der DBfK und auch die Junge Pflege steht für das generalistische Ausbildungsmodell als einzig zielführend für eine gute pflegerische Versorgung in Deutschland.


Die Legislaturperiode geht dem Ende zu und offenbar will die Regierungskoalition die begonnene Reform der Pflegeausbildung doch noch zu Ende bringen. Der ausgehandelte Kompromiss wirft bisher allerdings mehr Fragen auf als er Antworten bietet. Der DBfK fordert, die einmal gesteckten Reformziele nicht aufzuweichen, sondern wichtige Schritte hin zu einer zukunftsorientierten Pflegebildung konsequent zu gehen.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) betrachtet den Kompromiss zur Pflegebildungsreform als Einstieg in die Generalistik, bisher aber noch mit vielen Unbekannten. Dazu DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein heute in Berlin: „Es stellen sich bezüglich der Umsetzung dieses Modells viele Fragen zu den Details, beispielsweise der Regelung des Ausbildungsvertrages. All das wird noch spannend. Bei der Überarbeitung des Gesetzentwurfes kommt es darauf an, keine Schlupflöcher zuzulassen, die die Absicht der Reform unterlaufen. Es gibt wohl auch die Vorstellung, dass Schüler/-innen die Ausbildung nach zwei Jahren beenden und damit eine Assistenzqualifikation erreichen. Das ist weder fachlich noch berufspädagogisch sinnvoll machbar und - so unsere feste Überzeugung - verfassungsrechtlich nicht zulässig.“

In der Gesamtbewertung ist aus Sicht des DBfK festzuhalten: lieber ein Kompromiss, der zumindest den Einstieg in die Generalistik inklusive der wichtigen Bausteine hochschulische Ausbildung und Vorbehaltsaufgaben sichert, als keine Reform. Denn das Scheitern der Reform würde für mindestens eine Legislaturperiode weitere Reformschritte blockieren, da keine Regierung sich an ein derart heißes Eisen wagen würde. Es ist allerdings frustrierend und ernüchternd zu beobachten, welche Argumentation zu diesem Kompromiss im Bundestag geführt hat. 

Verlierer des Kompromisses ist vor allem die Altenpflege. Der Deprofessionalisierungsdruck auf die Pflege, der vor allem in diesem Bereich wirkt, ist fatal. Denn gerade bei pflegebedürftigen Menschen in der Altenhilfe benötigen wir eine sehr hohe pflegerische Kompetenz, um eine gute Versorgung möglich zu machen. Es muss ein zentrales Anliegen der generalistischen Ausbildung sein, diesen Qualitätsanspruch abzusichern. Einige Arbeitgeber und leider auch einige Abgeordnete sehen die Anforderungen nicht so hoch und finden, ein gutes Herz und flinke Hände reichen aus, um in der Altenpflege zu arbeiten. Das ist kurzsichtig und geht zu Lasten der zu pflegenden Menschen.

Nach langem Aussitzen und zähen Verhandlungen haben sich die Fraktionen der Regierungsparteien kürzlich doch noch auf einen Kompromiss zur Ausbildungsreform in der Pflege geeinigt. An den Details zur Umsetzung des Kompromisses wird derzeit im Bundestag gefeilt, voraussichtlich im Mai wird das Parlament über das Gesetz abstimmen. Die Eckpunkte, soweit bekannt, sehen vor:

  • Die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung wird durch die generalistische Ausbildung abgelöst.
  • Alle Elemente des Entwurfes des Pflegeberufsgesetzes bleiben erhalten (also auch hochschulische Ausbildung als zweiter Zugang zum Beruf und vorbehaltene Tätigkeiten).
  • Nach 22 Monaten können sich die Schüler/-innen entscheiden, ob sie im 3. Ausbildungsjahr einen generalistischen Abschluss oder doch lieber einen Altenpflege- oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeabschluss anstreben wollen.
  • Nach 6 Jahren Umsetzung wird dem Bundestag berichtet, wie viele Schüler sich jeweils für die drei Möglichkeiten entschieden haben. Sollten sich mehr als 50% für die Generalistik entschieden haben, werden die zusätzlichen Abschlüsse abgeschafft.

Der DBfK ist unverbrüchlich davon überzeugt, dass das generalistische Ausbildungsmodell das einzig zielführende für eine gute pflegerische Versorgung in Deutschland ist. In diesem Sinne werden wir uns auch weiterhin in die politische Debatte einbringen.

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